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26. Oktober 2026 · Ausgabe 10/26 Immer aktuell
Förderung & Politik

Bundesregierung will erstes Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland bauen

Die Bundesregierung will in Deutschland das erste Fusionskraftwerk der Welt errichten.

Windkraftanlagen
Symbolbild: Windkraftanlagen Foto: High Contrast, CC BY 3.0 de, via Wikimedia Commons

Die Bundesregierung will in Deutschland das erste Fusionskraftwerk der Welt errichten. Damit verbunden ist der Plan, in der Bundesrepublik einen eigenen Fusionswirtschaftszweig aufzubauen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/8717) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/8054) hervor, über die der Deutsche Bundestag informiert.

Der Weg zu diesem Ziel ist laut Antwort in der Fusionsstrategie festgelegt, die im Aktionsplan „Fusion“ der Hightech Agenda Deutschland verankert ist. Für ihre Umsetzung sind in der laufenden Legislaturperiode rund 2,4 Milliarden Euro vorgesehen. Von diesen Summen entfallen ungefähr 755 Millionen Euro auf das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK), während der Klima- und Transformationsfonds (KTF) mit etwa 810 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Die Förderung läuft „technologieoffen in wettbewerblichen Verfahren“. Eine feste Aufteilung der Mittel zwischen Laser- und Magnetfusion gibt es deshalb nicht.

Geplant sind drei Fusionshubs. Sie bringen nach Angaben der Bundesregierung die relevanten Akteure „zu einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungs-(F&E)-Programm“ zusammen. Gefördert wird so „gezielt den Zusammenschluss aus Fusionsunternehmen und Unternehmen der Lieferkette“. Private Investoren zu gewinnen sei „kein Hauptziel der Fusionshubs“. Die Regierung erhofft sich dennoch „einen positiven Einfluss auf die Bereitschaft von Investoren, in das deutsche Fusionsökosystem zu investieren“.

Neue Stellen sind für die Umsetzung der Fördermaßnahmen bei den Fusionstechnologien nicht geplant.

Hintergrund

Wie Wikipedia erläutert, versteht man unter Kernfusion jene Prozesse, in denen sich jeweils zwei Atomkerne zu einem einzigen neuen Kern vereinigen. Genau diese Vorgänge sorgen dafür, dass die Sonne und sämtliche Sterne, die Licht aussenden, ihre Energie ins All abgeben.

Die bisherigen Experimente zur kontrollierten thermonuklearen Fusion haben noch keine positive Energiebilanz erreicht. Bislang hat die britische Anlage JET die besten Ergebnisse erzielt, indem sie für weniger als eine Sekunde eine Spitzenleistung von 16 MW erreichte. Die dabei freigesetzte Energie belief sich auf 65 Prozent dessen, was an elektrischer Energie zuvor in die Anlage eingespeist worden war.

Die Hightech-Agenda Deutschland stellte Bundesministerin Dorothée Bär am 3. Juli 2025 vor, das Bundeskabinett beschloss sie am 30. Juli 2025. Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung ist eines ihrer Themenfelder. Das Forschungsministerium plant für die 21. Legislaturperiode bis 2029 insgesamt 18 Mrd. € für die Agenda ein.

Eigene Einschätzung

Die Antwort zeigt viel Ehrgeiz, aber wenig Verbindlichkeit. Ob Laser- oder Magnetfusion mehr Geld erhält, entscheidet erst der Wettbewerb. Für Gründer im Fusionsumfeld ist das eine Chance, sich über Hubs und Lieferketten anzudocken. Dass private Investoren kein Hauptziel sind, dämpft die Erwartung an schnelles Wagniskapital. Offen bleibt, wie das Programm ohne neue Stellen verwaltet werden soll.


Grundlage: Pressemitteilung (Deutscher Bundestag, 26. Oktober 2026) – Original-Mitteilung (abgerufen am 26.10.2026)

Quellen für den Abschnitt „Hintergrund“:

  1. Wikipedia: Kernfusion (abgerufen am 26.10.2026)
  2. Wikipedia: Hightech Agenda (abgerufen am 26.10.2026)

Bild: Symbolbild (Windkraftanlagen). Foto: High Contrast, CC BY 3.0 de, via Wikimedia Commons

Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der genannten Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung und den genannten Quellen abgeglichen, jede Angabe im „Hintergrund“ mit ihrer Fundstelle. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.

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