KI-Umfrage: 96 Prozent der Firmen bevorzugen Anbieter aus Deutschland
Fast alle Unternehmen in Deutschland würden bei Künstlicher Intelligenz am liebsten auf deutsche Anbieter setzen.

Fast alle Unternehmen in Deutschland würden bei Künstlicher Intelligenz am liebsten auf deutsche Anbieter setzen. Das zeigt eine repräsentative Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat. Der Verband veröffentlichte die Ergebnisse am 02. November 2026, dem Beginn des Digital-Gipfels der Bundesregierung. 96 Prozent der Befragten würden bevorzugt KI-Anwendungen deutscher Anbieter nutzen. Für 87 Prozent spielt das Herkunftsland bei der Wahl eines KI-Anbieters eine Rolle.
Die Bereitschaft zu Zugeständnissen ist allerdings gering: 64 Prozent, fast zwei Drittel, wollen dafür keine Abstriche hinnehmen, etwa bei Preis oder Funktionsumfang.
Frankreich legt zu, die USA verlieren
Auch andere europäische Anbieter gewinnen an Zuspruch. Frankreich kommt auf 46 Prozent, nach 38 Prozent. Anbieter aus anderen EU-Ländern erreichen 43 Prozent, vor einem Jahr waren es 40 Prozent. Der Rückhalt für amerikanische KI-Angebote sinkt spürbar: Lediglich 41 Prozent würden vorzugsweise auf KI aus den USA setzen, zuvor lag dieser Anteil bei 51 Prozent. Chinesische KI wollen noch 12 Prozent bevorzugt einsetzen, 2025 waren es 18 Prozent.
Forderungen an die Politik
Von der Bundespolitik verlangen 97 Prozent der Unternehmen höhere Investitionen in Schlüsseltechnologien. Genauso viele halten einen dringenden Ausbau der digitalen Souveränität für nötig. Zugleich sind 64 Prozent der Ansicht, dass es in Deutschland mehr Hyperscaler braucht, also besonders große Anbieter von Cloud-Diensten.
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sagte, es gebe eine breite Nachfrage nach souveräner KI. Die Angebote müssten aber unabhängig vom Standort des Anbieters im Wettbewerb bestehen. Dafür brauche es genügend Rechenkapazitäten, Zugang zu Daten, eine innovationsfreundliche Regulierung und einen Staat, der selbst KI aus Deutschland und Europa einsetzt. Er forderte, Deutschland solle eigene KI-Angebote dort stark machen, wo es besondere Kompetenzen habe, etwa bei industriellen Anwendungen und spezialisierten KI-Lösungen für Unternehmen. Außerdem sagte er: „Digitale Souveränität entscheidet sich nicht daran, wo wir KI einkaufen, sondern daran, ob wir selbst in der Lage sind, Schlüsseltechnologien zu entwickeln.“
Hintergrund
Wie weit KI in der deutschen Wirtschaft verbreitet ist, hat Bitkom erhoben. Laut der Presseinformation setzen 57 Prozent der Unternehmen KI ein, erstmals die Mehrheit. Vor einem Jahr waren es 36 Prozent, vor zwei Jahren 20 Prozent. Hinzu kommen 38 Prozent, die den Einsatz planen oder darüber beraten, während bloß 4 Prozent erklären, dass KI für sie keine Rolle spielt.
Die meisten Unternehmen stehen laut Bitkom aber noch am Anfang. Von den Firmen, die KI nutzen, schöpfen 59 Prozent das Potenzial überhaupt nicht aus, 28 Prozent wenig. Nur 3 Prozent nutzen es eher stark.
Interessant für die Standortfrage ist, wo die Kosten anfallen. Als großen Kostenpunkt nennen 51 Prozent der KI-Anwender die Infrastruktur wie Cloud und Rechenleistung, 50 Prozent die Aufbereitung von Daten und 41 Prozent die Integration in bestehende Systeme. Abos und Lizenzen für KI-Software nennen nur 21 Prozent.
Eigene Einschätzung
Der Wunsch nach deutscher KI ist laut Umfrage groß, aber bequem: Wer keine Abstriche bei Preis und Leistung will, verlangt von heimischen Anbietern, dass sie sofort mit den Marktführern mithalten. Für junge Unternehmen, die KI-Produkte entwickeln, ist das eine Chance und ein hoher Anspruch zugleich. Offen bleibt, ob die Befragten im Alltag tatsächlich so entscheiden, wie sie es angeben.
Grundlage: Pressemitteilung (Bitkom e. V., 2. November 2026) – Original-Mitteilung (abgerufen am 2.11.2026)
Quellen für den Abschnitt „Hintergrund“:
- Bitkom: Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI (Presseinformation, 14. September 2026) (abgerufen am 2.11.2026)
Bild: Symbolbild (Serverraum). Foto: SolarKennedy, Public domain, via Wikimedia Commons
Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der genannten Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung und den genannten Quellen abgeglichen, jede Angabe im „Hintergrund“ mit ihrer Fundstelle. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.


