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28. Oktober 2026 · Ausgabe 10/26 Immer aktuell
Wachstum

IT-Sicherheit: Markt in Deutschland wächst 2026 auf 14,3 Milliarden Euro

Für 2026 wird erwartet, dass sich die Investitionen in IT-Sicherheit in Deutschland um 11,7 Prozent erhöhen, nämlich von 12,8 auf 14,3 Milliarden Euro.

Rechenzentrum
Symbolbild: Rechenzentrum Foto: ThE cRaCkEr, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Für 2026 wird erwartet, dass sich die Investitionen in IT-Sicherheit in Deutschland um 11,7 Prozent erhöhen, nämlich von 12,8 auf 14,3 Milliarden Euro. Für 2027 rechnet der Digitalverband Bitkom mit einem erneuten zweistelligen Plus von 10,7 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Der Markt würde damit erstmals die 15-Milliarden-Euro-Marke überschreiten. Das teilte Bitkom am 28. Oktober 2026 mit und stützt sich auf Daten des Marktforschungsunternehmens IDC aus dem IDC Worldwide Security Spending Guide. Vorgestellt wurden die Zahlen auf der it-sa in Nürnberg.

Software vorn, Hardware mit stärkstem Zuwachs

Den größten Anteil hat laut IDC Sicherheitssoftware mit 7,8 Milliarden Euro, ein Plus von 14,5 Prozent. Das sind 55 Prozent des Marktes. Zum Angebot gehören Produkte, die Endgeräte und Cloud-Umgebungen absichern, Identitäten und Zugriffe steuern und Angriffe frühzeitig erkennen. Auf Dienstleistungen wie Beratung, Integration von Sicherheitslösungen und Managed Security Services entfallen 5,3 Milliarden Euro, ein Plus von 7,3 Prozent. Auf Firewalls und andere Spezialgeräte entfallen Ausgaben von rund 1,2 Milliarden Euro. Mit einem Plus von 14,6 Prozent verzeichnen Sicherheits-Geräte den größten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

2027 soll Software der Wachstumstreiber sein: Bitkom erwartet auf Basis der IDC-Berechnungen ein Plus von 14,6 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Den Angaben zufolge wachsen die Aufwendungen für Dienstleistungen um 8,4 Prozent und erreichen 5,7 Milliarden Euro. Für die Hardware erwartet Bitkom nach dem sehr starken Einkaufsjahr 2026 ein Minus von 4,2 Prozent, sodass der Umsatz auf knapp 1,2 Milliarden Euro sinkt.

Schäden und Budgetanteil

Laut der Bitkom-Untersuchung „Wirtschaftsschutz 2026“ verursachen Datenklau, Spionage und Sabotage der deutschen Wirtschaft jedes Jahr mindestens 211 Milliarden Euro Schaden. Davon lassen sich 76 Prozent auf Cyberattacken zurückführen. Der Anteil der IT-Sicherheit an den IT-Budgets bleibt trotz steigender Ausgaben unverändert: Im Schnitt sind es wie im Vorjahr 18 Prozent. Bitkom und das BSI empfehlen einen Richtwert von 20 Prozent.

Laut Susanne Dehmel, die der Geschäftsleitung von Bitkom angehört, stellen Cyberangriffe derzeit „eine der größten Bedrohungen für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft“ dar. Sie verwies außerdem auf steigende Anforderungen an Unternehmen durch den Cyber Resilience Act und die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie. Die Nachfrage nach vertrauenswürdigen Sicherheitslösungen sei eine Chance für Anbieter aus Deutschland und Europa.

Auf einen Blick

  • it-sa Expo&Congress: 27. bis 29. Oktober 2026, Messezentrum Nürnberg
  • Seit 2009 unterstützt Bitkom die Messe ideell.
  • Informationen: www.bitkom.org/it-sa

Hintergrund

Wer als junges Unternehmen die eigene IT-Sicherheit systematisch angehen will, findet beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den IT-Grundschutz. Nach Angaben des BSI bietet er Behörden, Unternehmen und Institutionen Methode, Anleitung und Hilfe zur Selbsthilfe, damit sie Daten, Systeme und Informationen eigenständig schützen können.

Für kleine Institutionen gibt es Checklisten. Das BSI schreibt auf seiner Website, dass kleine Institutionen damit schnell grundlegende Sicherheitsanforderungen umsetzen können, ohne ein Managementsystem für Informationssicherheit (ISMS) aufbauen und betreiben zu müssen. Die Checklisten sollen fester Bestandteil des neuen IT-Grundschutzes werden.

Der aktuelle IT-Grundschutz bleibt nach Angaben des BSI in der mehrjährigen Übergangszeit anwendbar. Ein Unternehmen kann laut BSI mit einem Zertifikat auf Basis des IT-Grundschutzes belegen, dass seine Anforderungen zur Informationssicherheit anerkannten internationalen Standards entsprechen.

Eigene Einschätzung

Dass der Budgetanteil der IT-Sicherheit trotz wachsender Ausgaben stagniert, ist für Gründer der interessanteste Punkt der Mitteilung: Das Geld wächst, aber nicht schneller als das übrige IT-Budget. Gerade kleine Teams sollten nicht auf den Markt warten, sondern mit den BSI-Checklisten anfangen. Offen bleibt, wie viel davon bei Kleinstunternehmen ankommt.


Grundlage: Pressemitteilung (Bitkom e. V., 28. Oktober 2026) – Original-Mitteilung (abgerufen am 28.10.2026)

Quellen für den Abschnitt „Hintergrund“:

  1. BSI: IT-Grundschutz (abgerufen am 28.10.2026)

Bild: Symbolbild (Rechenzentrum). Foto: ThE cRaCkEr, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der genannten Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung und den genannten Quellen abgeglichen, jede Angabe im „Hintergrund“ mit ihrer Fundstelle. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.

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