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06. August 2026 · Ausgabe 08/26 Immer aktuell
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Qonto oder Holvi: Welches Geschäftskonto passt zu Ihrem Betrieb?

Zwei digitale Anbieter, zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Qonto und Holvi richten sich an Selbstständige und kleine Unternehmen, unterscheiden sich aber deutlich bei Preisen und Funktionen. Wer vorher vergleicht, spart bares Geld.

Qonto oder Holvi: Welches Geschäftskonto passt zu Ihrem Betrieb?
Symbolbild zur Meldung. Bild: KI-generiert

Wer ein Unternehmen gründet oder führt, braucht ein Geschäftskonto. Zwei Anbieter tauchen dabei besonders häufig auf: Qonto und Holvi. Beide arbeiten ohne Filialnetz, rein digital. Die Unterschiede sind aber größer als sie auf den ersten Blick wirken.

Was beide Anbieter gemeinsam haben

Qonto und Holvi sind keine klassischen Banken. Beide bieten digitale Geschäftskonten mit IBAN, Debitkarten und einer App zur Verwaltung von Ausgaben. Beide richten sich an Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen und lassen sich mit Buchhaltungssoftware verbinden.

Bei Preisen, Kartenangebot und Funktionsumfang gehen die Wege auseinander.

Preise: Holvi günstiger im Einstieg, Qonto teurer in höheren Tarifen

Holvi bietet einen Einstiegstarif an, der sich für Freiberufler mit geringem Transaktionsvolumen eignet. Der günstigste vollwertige Plan heißt Holvi Pro. Qonto nennt seinen Einstiegsplan Smart. Diese beiden Tarife sind die jeweils preisgünstigsten Optionen der Anbieter mit relevantem Funktionsumfang.

In höheren Tarifen ist Qonto teils teurer als Holvi. Das gilt insbesondere, wenn Teams wachsen oder mehr Karten benötigt werden. Wer plant, in den nächsten Monaten Mitarbeiter einzustellen, sollte die Tarifstruktur beider Anbieter genau prüfen, bevor er sich festlegt.

Funktionen im Vergleich

Karten und Zahlungsverkehr

Holvi setzt auf Zahlungskarten mit integrierter Belegerfassung direkt an der Kasse. Das ist praktisch für Soloselbstständige, die viele Barausgaben verwalten. Qonto hat ebenfalls physische und virtuelle Karten. Virtuelle Karten lassen sich für einzelne Projekte oder Abonnements erstellen. Für Teams mit mehreren Karteninhabern ist Qonto oft flexibler aufgestellt.

Buchhaltung und Ausgabenmanagement

Beide Anbieter ermöglichen die Kategorisierung von Transaktionen und den Export von Daten für die Buchhaltung. Qonto hat in höheren Tarifen Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen wie DATEV und Lexoffice. Holvi hat ebenfalls Buchhaltungsfunktionen integriert, richtet sich dabei aber stärker an Einzelunternehmer und kleinere Betriebe ohne komplexe Anforderungen.

Teamfunktionen

Wer mehrere Mitarbeiter mit Kontozugang ausstatten will, ist bei Qonto besser aufgehoben. Qonto ermöglicht die Vergabe von Rollen und Berechtigungen innerhalb des Kontos. Holvi ist hier schlanker und eignet sich weniger für Teams mit mehreren Nutzern.

Für wen eignet sich welcher Anbieter?

Holvi passt zu Freiberuflern und Einzelunternehmern mit überschaubarem Transaktionsvolumen. Der Fokus liegt auf einfacher Bedienung und integrierter Belegverwaltung. Wer keine komplexen Teamstrukturen braucht und wenig ausgeben will, ist hier richtig.

Qonto richtet sich eher an Unternehmen, die wachsen wollen. Mehrere Nutzer, virtuelle Karten, tiefere Buchhaltungsanbindungen sprechen Betriebe mit zwei bis zwanzig Mitarbeitern an. Der Preis steigt mit dem Funktionsumfang.

Was Sie vor der Entscheidung prüfen sollten

Schauen Sie sich zunächst Ihr monatliches Transaktionsvolumen an. Viele Tarife begrenzen die Anzahl kostenfreier Überweisungen. Prüfen Sie außerdem, wie viele Karten Sie benötigen und ob Sie die Buchhaltung direkt aus dem Konto heraus erledigen wollen. Beide Anbieter ermöglichen einen kostenlosen Testzeitraum. Nutzen Sie diesen, bevor Sie sich binden.

Achten Sie auch auf die Konditionen für Bargeldabhebungen. Gerade in den günstigsten Tarifen sind diese oft eingeschränkt oder kostenpflichtig.

Fazit

Holvi und Qonto sind beide solide Optionen für digitale Geschäftskonten, aber für unterschiedliche Betriebe. Holvi ist die schlankere, günstigere Wahl für Soloselbstständige. Qonto ist besser ausgestattet für kleine Teams und wachsende Betriebe, kostet aber mehr. Die Entscheidung hängt nicht von der Marke ab, sondern vom konkreten Bedarf. Vergleichen Sie die Tarife anhand Ihrer realen Zahlen, nicht anhand von Hochglanzversprechen.

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