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23. September 2026 · Ausgabe 09/26 Immer aktuell
Marketing & Vertrieb

WhatsApp Channels: Wer postet was, und bald auch Bezahlen?

WhatsApp führt separate Admin-Profile für Channels ein und testet eine Bezahlfunktion, die auch Deutschland erreichen könnte. Für kleine Unternehmen mit WhatsApp-Kanal ändert sich damit einiges.

WhatsApp Channels: Wer postet was, und bald auch Bezahlen?
Symbolbild zur Meldung. Bild: KI-generiert

WhatsApp macht sichtbar, wer in einem Channel postet. Admins erhalten eigene Profile mit Name und Foto, die direkt bei ihren Beiträgen erscheinen. Das persönliche Konto bleibt dabei getrennt. Parallel testet der Meta-Dienst eine Bezahlfunktion, die künftig auch in Deutschland verfügbar sein könnte.

Was sich bei WhatsApp-Channels ändert

Bisher sahen Abonnenten eines Channels nur den Kanalnamen, nicht aber, welche Person einen Beitrag verfasst hat. Das ändert sich mit den neuen Admin-Profilen. Admins können einen Namen mit bis zu 25 Zeichen und ein Profilbild hinterlegen. Beides erscheint dann direkt beim jeweiligen Update.

Die Funktion ist optional. Sie muss in den Channel-Einstellungen unter "Show admin profile on updates" aktiviert werden. Standardmäßig bleibt sie ausgeschaltet. Wer mehrere Channels betreibt, kann für jeden ein eigenes Profil einrichten.

Telefonnummer und privates Profilbild bleiben verborgen. Admins können also einen anderen Namen und ein anderes Foto für den Channel verwenden als für ihr privates Konto. Die Trennung zwischen beruflicher Kommunikation und Privatem bleibt bestehen.

Für wen das relevant ist

Wer einen WhatsApp-Channel für ein Unternehmen, eine Marke oder ein kleines Team betreibt, kann Inhalte künftig einer konkreten Person zuordnen. Abonnenten sehen dann, dass ein Update von "Muster GmbH" stammt und von welchem Teammitglied.

Das schafft mehr Nachvollziehbarkeit, intern wie extern. Bei kleineren Teams, in denen mehrere Personen denselben Kanal bespielen, lässt sich so klarer dokumentieren, wer was gepostet hat.

Die Funktion befindet sich derzeit in der Beta-Phase für Android und wird schrittweise an Tester verteilt. Ein allgemeines Rollout-Datum ist nicht bekannt.

WhatsApp und Bezahlen: Was getestet wird

Parallel dazu testet WhatsApp eine Bezahlfunktion auf iOS. Nutzer sollen Kontakte direkt in der App auswählen und Geld senden können. Außerdem soll es möglich sein, Kredit- und Debitkarten zu hinterlegen, inklusive Ablaufdatum, CVV und Rechnungsadresse. Auch Versandadressen und Kontaktdaten lassen sich offenbar speichern.

In Indien, Brasilien und Singapur funktioniert das bereits. In Mexiko können Unternehmen Zahlungen im Chat annehmen. Screenshots aus der Testversion zeigen eine Liste mit Ländern, in denen die Funktion künftig verfügbar sein soll. Deutschland ist darunter.

Was das für kleine Unternehmen bedeuten könnte

Wer WhatsApp bereits für Kundenberatung oder Bestellungen nutzt, kennt das Problem: Der Abschluss findet woanders statt. Der Kunde wechselt auf eine Zahlungsseite, eine andere App oder bricht den Vorgang ab.

Eine integrierte Bezahlfunktion würde diesen Bruch vermeiden. Beratung, Abschluss und Zahlung liefen dann innerhalb einer App. Für Kleinstunternehmen ohne eigenen Onlineshop könnte das ein direkter Vertriebskanal werden.

Die Funktion ist noch nicht fertig und für reguläre Nutzer nicht freigeschaltet. Wann und ob sie in Deutschland startet, ist nicht bestätigt. Ein Start in Deutschland würde regulatorische Anforderungen voraussetzen, die WhatsApp erst erfüllen muss.

Fazit

Die Admin-Profile sind eine sinnvolle Ergänzung für alle, die WhatsApp-Channels professionell betreiben. Sie kosten nichts, sind optional und erhöhen die Nachvollziehbarkeit für Abonnenten. Wer einen Kanal mit Team betreibt, sollte die Funktion bei Verfügbarkeit testen.

Die Bezahlfunktion ist für den deutschen Markt noch nicht absehbar. Wer WhatsApp als Vertriebskanal plant, sollte die Entwicklung verfolgen. Konkrete Maßnahmen sind derzeit nicht nötig.

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