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23. September 2026 · Ausgabe 09/26 Immer aktuell
Digital & KI

OpenClaw 2.0: Was der KI-Agent jetzt für kleine Teams kann

OpenClaw 2.0 ist erschienen und bringt geteilte Arbeitssitzungen, bessere Browser-Integration und vereinfachte Einrichtung. Für kleine Teams ohne eigene IT-Abteilung könnte das konkret Zeit sparen.

OpenClaw 2.0: Was der KI-Agent jetzt für kleine Teams kann
Symbolbild zur Meldung. Bild: KI-generiert

OpenClaw 2.0 ist am 31. August 2026 veröffentlicht worden. Laut Projektangaben waren 933 Beitragende an der neuen Version beteiligt, darunter 569 Erstbeteiligte. Mehr als 16.000 sogenannte Pull Requests, also einzelne Codeänderungen, flossen in den Release ein. Die Entwicklung dauerte fast sieben Wochen. Zuvor hatte das Projekt teils täglich neue Versionen veröffentlicht.

Was OpenClaw überhaupt ist

OpenClaw ist ein quelloffener KI-Agent. Die Software läuft lokal auf dem eigenen Rechner, verbindet sich mit KI-Modellen wie Claude oder GPT und kann eigenständig Aufgaben erledigen. Dazu gehören Aktionen in über 30 Plattformen, darunter WhatsApp, Telegram und Discord. Das Projekt zählt auf GitHub mehr als 310.000 Sterne, ein Maß für Popularität in der Entwickler-Community. Die Nutzung ist kostenlos. Wer kein bezahltes KI-Abo hat, kann lokale Modelle über das Tool Ollama nutzen.

Was in Version 2.0 konkret neu ist

Einfacherer Start

OpenClaw 2.0 erkennt beim ersten Start, was bereits auf dem Rechner vorhanden ist. Wer schon ein Claude- oder ChatGPT-Abonnement hat, muss weniger manuell einrichten. Die anfängliche Konfiguration wurde reduziert. Nicht alles muss sofort festgelegt werden.

Überarbeitete Browser-Oberfläche

Der Browser ist nicht länger eine Nebenschnittstelle, sondern die zentrale Arbeitsoberfläche. Beim Öffnen landet man direkt in einer Konversation mit dem Agenten. Laufende Aufgaben lassen sich von dort aus starten, beobachten und fortsetzen. Wer den Fortschritt einer Automatisierung verfolgen will, muss nicht mehr zwischen mehreren Ansichten wechseln.

Geteilte Sitzungen für Teams

Mit sogenannten Shared Cloud Sessions können mehrere Personen an einer Aufgabe arbeiten. Eine Person startet einen Workflow, eine andere steigt später ein und setzt dort fort, wo aufgehört wurde. Der Kontext bleibt erhalten. Sitzungen lassen sich auch auf andere Geräte oder Cloud-Instanzen verlagern.

Bessere Automatisierungen

Wiederkehrende Aktionen müssen nicht mehr bei jedem Durchlauf manuell bestätigt werden. Nach einmaliger Freigabe laufen sie automatisch. Das betrifft zum Beispiel Prozesse, bei denen der Agent Informationen aus einem Messenger-Kanal aufnimmt und daraus eine Folgenaktion auslöst. Laufende Aufgaben und die Aktivitäten von Teil-Agenten lassen sich transparenter nachverfolgen.

Berechtigungen und Datenschutz

Sensible Zugangsdaten werden über geschützte Abfragen verwaltet. Berechtigungen für bestimmte Aktionen und Netzwerkziele lassen sich gezielt steuern. Das ist relevant für alle, die den Agenten mit Geschäftsdaten oder externen Diensten verbinden.

Weitere Funktionen im Überblick

Vergangene Gespräche mit dem Agenten lassen sich nun gezielt durchsuchen. Ergebnisse können als Bilder exportiert werden. Audio- und Videoinhalte werden stärker in Sitzungen eingebunden. Native Apps unterstützen Wiedergabe und Video-Uploads.

Was das für Gründer und kleine Unternehmen bedeutet

OpenClaw ist kein fertig konfiguriertes Werkzeug. Es erfordert technisches Grundverständnis beim Einrichten. Wer keine Entwicklererfahrung hat, wird Zeit investieren müssen.

Für Teams, die bereits mit KI-Modellen arbeiten und repetitive Aufgaben automatisieren wollen, ist Version 2.0 ein Schritt nach vorn. Die geteilten Sitzungen machen kollaborative Automatisierung praktikabel, ohne dass dafür eine eigene Serverinfrastruktur nötig wäre. Wer den Agenten kostenlos nutzen will, hat dazu weiterhin Möglichkeiten über lokale Modelle oder kostenfreie Anbieter.

Die macOS-Version 2.0 ist als signiertes ZIP verfügbar. Das Installationspaket als DMG-Datei war zum Zeitpunkt des Releases noch in Vorbereitung. Wer auf Windows oder Linux setzt, findet die aktuelle Version über npm, den Paketmanager für JavaScript-Projekte.

Fazit

OpenClaw 2.0 ist kein überfälliges Sicherheitsupdate, sondern ein grundlegend überarbeitetes Werkzeug. Die wichtigsten Neuerungen betreffen Teamarbeit, Automatisierung und Einstiegshürden. Für Einzelpersonen mit technischem Hintergrund war OpenClaw schon länger interessant. Für kleine Teams wird es mit Version 2.0 erstmals ernsthaft nutzbar. Wer die Software noch nicht kennt, findet sie auf GitHub unter dem Projektnamen openclaw.

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