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01. Oktober 2026 · Ausgabe 10/26 Immer aktuell
Digital & KI

Google Gemini: Skills ersetzen Gems – was das für euch bedeutet

Google stellt seine bisherige Personalisierungsfunktion Gems ein und ersetzt sie durch sogenannte Skills. Wer Gemini regelmäßig nutzt, kann damit wiederkehrende Anweisungen einmalig speichern und per Kürzel abrufen.

Google Gemini: Skills ersetzen Gems – was das für euch bedeutet
Symbolbild zur Meldung. Bild: KI-generiert

Google hat für seine KI-Anwendung Gemini eine neue Funktion eingeführt: Skills. Sie sollen das manuelle Wiedereintippen gleicher Anweisungen überflüssig machen. Wer Gemini regelmäßig für ähnliche Aufgaben nutzt, speichert seine Vorgaben einmalig und ruft sie per Schrägstrich und dem Namen des Skills direkt wieder ab. Für Gründerinnen und Gründer, die Gemini bereits im Alltag einsetzen, ist das eine konkrete Zeitersparnis.

Was Skills können und was Gems bislang konnten

Gems waren individuell konfigurierbare Assistenten innerhalb von Gemini. Nutzer konnten damit spezialisierte Versionen des KI-Tools für bestimmte Aufgaben erstellen, etwa für Programmierarbeiten oder das Lernen von Sprachen. Gems waren auch ohne kostenpflichtiges Abonnement verfügbar.

Skills funktionieren anders. Sie sind keine eigenständigen Assistenten, sondern gespeicherte Anweisungssets. Nutzer erstellen sie aus bestehenden Chats heraus, ergänzen sie mit Referenzdateien und kombinieren sie miteinander. Ein Skill für den eigenen Schreibstil lässt sich etwa mit einem Skill für Markenrichtlinien verknüpfen. Das Ergebnis sind Texte, die sprachlich und inhaltlich konsistent bleiben.

Google nennt drei typische Einsatzbereiche: Präsentationen strukturieren und Diskussionsfragen vorbereiten, Texte im eigenen Tonfall formulieren sowie Entscheidungen und Brainstormings aus mehreren Perspektiven betrachten.

Wann die Umstellung kommt

Für private Gemini-Konten sind Skills bereits weltweit verfügbar. Workspace-Kunden aus Unternehmen und Non-Profit-Organisationen erhalten Zugang in den kommenden Wochen. Der Bildungsbereich folgt ebenfalls.

Gems stellt Google für private Konten im November 2026 ein. Für Workspace-Kunden aus Unternehmen und Non-Profit-Organisationen endet der Betrieb im März 2027. Bildungseinrichtungen haben bis Juni 2027 Zeit. Bestehende Gems will Google automatisch in Skills umwandeln. Ein manuelles Übertragen ist laut Google nicht nötig.

Ebenfalls im November 2026 stellt Google Opal ein. Opal diente bisher zur Erstellung kleinerer KI-Anwendungen innerhalb des Gemini-Ökosystems.

Was das für euer Unternehmen bedeutet

Wer Gemini bereits nutzt, sollte zunächst prüfen, welche Aufgaben sich regelmäßig wiederholen. Textvorlagen, Rechercherahmen, Antwortstrukturierungen: Das sind gute Kandidaten für einen Skill. Außerdem sollten Nutzer eigene Gems im Blick behalten, sofern vorhanden. Die automatische Migration durch Google klingt komfortabel, bedeutet aber auch, dass die bisherige Konfiguration in ein neues System überführt wird. Ob das Ergebnis passt, sollte man nach der Umstellung überprüfen.

Für Teams, die noch keine KI-Workflows nutzen, ist der Einstieg über Skills vergleichsweise niedrigschwellig. Es braucht keine technische Konfiguration und kein Abonnement für die Basisfunktionen. Die Frage lautet: Welche Aufgaben führt ihr regelmäßig in ähnlicher Form aus? Genau dort setzen Skills an.

Fazit

Google räumt sein Gemini-Produktangebot um. Skills ersetzen Gems. Die neue Funktion ist pragmatischer konzipiert und näher am tatsächlichen Arbeitsalltag. Für kleine Teams mit begrenzten Ressourcen kann das ein nützliches Werkzeug sein, wenn die Einrichtung nicht mehr Zeit kostet als sie spart. Die Umstellungsfristen geben genug Zeit, um das in Ruhe zu testen.

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