Gemini Omni 1.1 Flash: 4K-Video per KI ab 0,03 Dollar pro Sekunde
Google hat am 27. August 2026 sein KI-Videomodell Gemini Omni auf Version 1.1 Flash aktualisiert. Für kleine Unternehmen relevant: günstigere Previews, längere Szenen und erstmals 4K-Ausgabe.

Google hat sein KI-Videomodell Gemini Omni auf Version 1.1 Flash aktualisiert. Das Modell ist seit dem 27. August 2026 allgemein verfügbar. Es ersetzt den bisherigen Vorschau-Endpunkt und bringt Neuerungen für alle, die KI-generierte Videos beruflich einsetzen.
Was Gemini Omni 1.1 Flash neu kann
Die wichtigste Änderung betrifft die Videolänge. Bestehende Clips lassen sich jetzt in Zehn-Sekunden-Schritten auf bis zu 40 Sekunden verlängern. Das Modell nutzt dabei bis zu zehn Sekunden des bereits vorhandenen Videos als Kontext. Zuvor lag dieser Wert bei rund einer Sekunde. Verlängerungen wirken dadurch kohärenter und folgen dem Ausgangsmaterial besser.
Neu ist die Kontrolle über Anfangs- und End-Frames. Wer einen bestimmten Übergang oder einen Szenenwechsel braucht, kann nun beide Endpunkte vorgeben. Das Modell füllt dazwischen aus. Für Marketingvideos mit festem Auf- und Abgang ist das praktisch.
Das Modell unterstützt außerdem Referenzvideos mit bis zu drei Sekunden Länge. Damit lassen sich Charaktere, Orte und Bewegungen in neue Clips übertragen. Wer eine wiederkehrende Figur in einer Videoreihe braucht, kann so Konsistenz herstellen, ohne jedes Mal neu anzufangen.
Auflösung und Kosten im Überblick
Gemini Omni 1.1 Flash bietet vier Auflösungsstufen. Das ist neu gegenüber dem Vorgänger.
Die Preisstufen
Die günstigste Option ist 360p. Sie kostet 0,03 US-Dollar pro Sekunde. Videos in dieser Auflösung werden laut Google bis zu 60 Prozent schneller generiert als in höheren Stufen. Diese Variante eignet sich für frühe Entwürfe und Prototypen.
Die nächste Stufe ist 720p mit 0,10 US-Dollar pro Sekunde. Dieser Preis entspricht dem des Vorgängermodells Gemini Omni Flash, das ebenfalls 0,10 US-Dollar pro Sekunde kostet, aber nur 720p bietet. Das Konkurrenzmodell Veo 3.1 Lite liegt bei 0,50 US-Dollar pro Sekunde, ebenfalls bei 720p.
Für den professionellen Einsatz stehen 1080p für 0,15 US-Dollar und 4K für 0,30 US-Dollar pro Sekunde zur Verfügung. 4K war bislang bei keinem der direkten Konkurrenzmodelle zu diesem Preis verfügbar.
Wo das Modell zugänglich ist
Entwickler und technisch versierte Nutzer können Gemini Omni 1.1 Flash über die Gemini API und die Agent Platform API von Google abrufen. Der Zugang läuft über das Google AI Studio. Die Modell-ID lautet gemini-omni-1.1-flash.
Nutzer mit einem Ultra-, Plus- oder Pro-Abo haben außerdem Zugriff über Google Flow. In der Gemini App steht die neue Funktion zur Szenenerweiterung bereit. YouTube Shorts ist ein weiterer Ausgangspunkt für Gemini-Omni-Inhalte.
Was das für kleine Unternehmen bedeutet
Mit 0,03 Dollar pro Sekunde für 360p-Previews sinkt die Einstiegshürde für Prototypen und interne Entwürfe. Wer zehn Sekunden ausprobieren will, zahlt 30 Cent.
Charaktere per Referenzvideo konsistent zu halten ist für kleinere Marketingteams interessant. Wer ohne eigenes Videoteam arbeitet, kann so visuelle Kontinuität in einer Kampagne herstellen.
Die 4K-Option ist für die meisten Gründer im Alltag irrelevant. Wer aber professionelle Produktvideos oder Werbeclips produziert, hat jetzt eine günstigere Alternative zu klassischen Produktionsdienstleistern.
Fazit
Gemini Omni 1.1 Flash hat ein klares Preismodell. Die günstige Preview-Stufe und die längeren Szenerweiterungen sind die praxisrelevantesten Neuerungen für kleine Teams. Wer KI-Video bereits nutzt oder testet, sollte das aktualisierte Preismodell konkret gegen seinen bisherigen Workflow rechnen. Wer noch nicht damit gearbeitet hat, findet mit dem 360p-Einstieg einen niedrigen Testpunkt ohne hohes Kostenrisiko.


