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24. September 2026 · Ausgabe 09/26 Immer aktuell
Digital & KI

ChatGPT steuert jetzt E-Mail, Kalender und Slack per Stimme

OpenAI hat ChatGPT Voice mit App-Zugriff und Aufgabensteuerung ausgestattet. Wer das Werkzeug im Arbeitsalltag nutzen will, braucht ein kostenpflichtiges Abo.

ChatGPT steuert jetzt E-Mail, Kalender und Slack per Stimme
Symbolbild zur Meldung. Bild: KI-generiert

OpenAI hat ChatGPT Voice per 24. September 2026 erheblich erweitert. Die Sprachfunktion kann jetzt auf verbundene Apps zugreifen: Gmail, Google Kalender und Slack lassen sich im Gespräch direkt ansprechen. Wer einen Termin prüfen, eine E-Mail verschicken oder eine Slack-Nachricht abrufen will, muss dafür nicht mehr tippen.

Was Voice jetzt konkret kann

Das Prinzip ist einfach: Nutzer sprechen ihre Aufgabe aus, ChatGPT Voice führt sie aus. OpenAI zeigt in einem Demovideo mehrere Szenarien. Termine werden im Kalender organisiert, doppelte Abbuchungen geprüft, E-Mails versendet. Eine Nutzerin lässt eine Website erstellen und fügt per Sprache eine Checkout-Seite hinzu.

Technisch läuft das in zwei Schritten: Das Spracherkennungssystem Whisper wandelt gesprochene Sprache in Text um. Diesen Text verarbeitet ChatGPT dann wie eine normale Texteingabe.

Für den Alltag gilt: Voice greift nur auf Apps zu, die vorher verbunden und freigegeben wurden. Aktionen, die eine explizite Bestätigung erfordern, erscheinen weiterhin auf dem Bildschirm. Ein gesprochenes "Ja" reicht dafür nicht aus. Das schützt vor ungewollten Aktionen.

ChatGPT Work jetzt mit Sprachsteuerung

Parallel dazu bekommt ChatGPT Work das gleiche Voice-Update. Work ist OpenAIs Arbeitsumgebung für komplexere Aufgaben: Dokumente, Präsentationen und Tabellen lassen sich dort erstellen. Bisher war das nur per Texteingabe möglich. Jetzt funktioniert es auch per Sprache, auf Web und Mobilgeräten.

Wer eine Aufgabe per Sprache anstößt, die sich nicht sofort abschließen lässt, kann den Vorgang anschließend im Text-Chat weiterführen. Voice und Text sind nicht voneinander getrennt.

Wer Zugang bekommt

Für den vollen Funktionsumfang brauchen Nutzer ein kostenpflichtiges Abo mit Zugriff auf Work und Voice. Work ist weltweit für Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Edu-Konten verfügbar. Bei Enterprise und Edu können Workspace-Administratoren entscheiden, ob Voice und Work freigeschaltet sind.

Wer nur den kostenlosen ChatGPT-Plan nutzt, hat keinen Zugriff auf diese Funktionen.

Was das für kleine Unternehmen bedeutet

Für Gründerinnen und Gründer mit kleinen Teams sind zwei Punkte relevant. Erstens der praktische Nutzen: Wer ohnehin Gmail, Google Kalender und Slack im Einsatz hat, kann bestehende Prozesse beschleunigen. Kein Wechsel zwischen Apps, keine Copy-paste-Arbeit. Aufgaben lassen sich unterwegs per Sprache anstoßen.

Zweitens die Kosten: Das Feature ist nicht kostenlos. Wer es testen will, muss mindestens ein Plus-Abo abschließen. Kleinstunternehmen sollten vorher abwägen, ob der Mehrwert den Preis rechtfertigt.

ChatGPT Work kann seit einiger Zeit auch im Schreibstil des Nutzers kommunizieren. Wer ChatGPT-generierte Texte für Slack oder E-Mails nutzt, kann den Agenten entsprechend personalisieren. Die Sprachsteuerung ist eine Ergänzung dazu, kein Ersatz für ein klares Arbeitssetup.

Fazit

ChatGPT Voice ist kein Spielzeug mehr. Der App-Zugriff per Sprache ist ein konkreter Schritt in Richtung praktischer Arbeitsassistent. Für Teams mit wenig Zeit und vielen Parallelaufgaben kann das relevant sein. Voraussetzung ist aber ein funktionierendes Setup mit verbundenen Apps und ein kostenpflichtiger Account. Wer noch keines der genannten Tools im Einsatz hat, sollte dort anfangen, bevor er über Sprachsteuerung nachdenkt.

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