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07. Oktober 2026 · Ausgabe 10/26 Immer aktuell
Marketing & Vertrieb

Google Search Console: Leistungsbericht jetzt mit Länderfilter

Google hat den Leistungsbericht der Search Console um Länder- und Gerätefilter erweitert. Wer seine Website in mehreren Märkten betreibt, kann damit Traffic-Daten gezielt nach Land auswerten.

Google Search Console: Leistungsbericht jetzt mit Länderfilter
Symbolbild zur Meldung. Bild: KI-generiert

Google hat den Leistungsbericht in der Search Console erweitert. Seit Kurzem lassen sich Klicks, Impressionen und durchschnittliche Positionen nach Ländern und Geräten filtern. Die Funktion ist laut ersten Tests auch in Deutschland bereits verfügbar.

Was sich konkret ändert

Bisher zeigte der Leistungsbericht alle Daten in einer Gesamtansicht. Wer wissen wollte, wie seine Seite in Deutschland gegenüber Österreich oder der Schweiz abschneidet, musste sich mit Umwegen behelfen. Das ändert sich jetzt.

Mit dem neuen Länderfilter lassen sich Traffic-Verläufe für einzelne Märkte direkt vergleichen. Wer eine Kampagne nur in einem bestimmten Land ausgespielt hat, kann deren Wirkung auf die organische Sichtbarkeit nun isoliert nachverfolgen. Das funktioniert auch für verschiedene Gerätetypen.

Bei aktiviertem Länderfilter zeigt die Search Console derzeit einen sinkenden Verlauf der durchschnittlichen Position an. Das ist kein Fehler in der Darstellung, sondern eine bekannte Eigenart der Filteransicht. Die Daten selbst sind korrekt.

Was das für kleinere Unternehmen bedeutet

Nur relevant, wenn mehrere Märkte aktiv sind

Wer ausschließlich in Deutschland verkauft und eine einsprachige Website betreibt, braucht den Länderfilter vorerst nicht. Der Mehrwert entsteht erst, wenn Inhalte auf verschiedene Länder ausgerichtet sind oder wenn Traffic aus mehreren Sprachräumen kommt.

Für Gründerinnen und Gründer, die bereits international aufgestellt sind oder es planen, ist die Funktion nützlich. Sie zeigt, ob eine Seite in einem Zielmarkt überhaupt gefunden wird, und macht sichtbar, in welchem Land die Sichtbarkeit einbricht, wenn Google sein Ranking ändert.

Kombination mit anderen neuen Filtern

Der Länderfilter ist nicht die einzige Neuerung. Google hat in den vergangenen Wochen auch ein Reporting für multimodale Suchen ergänzt. Damit sehen Nutzer der Search Console erstmals, wie ihre Inhalte über Google Lens und andere visuelle Suchwege performen.

Seit Kurzem gibt es die sogenannten Platform Properties. Damit lässt sich auswerten, wie gut Beiträge auf TikTok, Instagram, YouTube oder X in der Google-Suche und in Google Discover abschneiden. Diese Funktion ist nach Angaben von Google weltweit verfügbar.

Praktische Einordnung

Die Search Console ist ein kostenloses Tool von Google. Sie zeigt, welche Suchanfragen Nutzer auf eine Website führen, wie oft Seiten in den Ergebnissen erscheinen und auf welcher Position sie dabei stehen. Wer eine Website betreibt und sie dort noch nicht eingetragen hat, verschenkt Analysedaten.

Der neue Länderfilter macht die Daten granularer. Wer Traffic-Rückgänge beobachtet, kann jetzt schneller eingrenzen, ob das Problem einen bestimmten Markt betrifft oder die gesamte Domain.

Fazit

Die Erweiterung des Leistungsberichts ist kein großer Wurf, aber ein sinnvoller Schritt. Wer nur einen Markt bedient, ändert an seiner Arbeit nichts. Wer mehrere Länder bespielt, sollte die Filteransicht testen und prüfen, ob die bisherigen Annahmen über länderspezifische Sichtbarkeit mit den Daten übereinstimmen. Die Funktion ist in Deutschland bereits verfügbar.

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